Glasfaserausbau

Bundesprogramm Breitband: Förderprojekt flächendeckender Breitbandausbau im Außenbereich

In Zukunft werden die Bedarfe durch die zunehmende Digitalisierung im privaten, betrieblichen und schulischen Bereich weiter steigen. In enger Abstimmung mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der 13 Städte und Gemeinden hat der Kreis Warendorf für den Nord- und Südkreis Förderanträge gestellt und Förderbescheide erhalten. Ca. 15.000 Haushalte, 50 Schulen und 19 Gewerbegebiete im Kreis werden digital besser erschlossen.

Privatwirtschaftliche Ausbauvorhaben im Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf gibt es laufende und geplante Erschließungsmaßnahmen von Telekommunikationsanbietern im Eigenausbau.

Die digitale Zukunft im Kreis Warendorf

Als eine der wichtigsten Maßnahmen für Wachstum und Beschäftigung gilt die Digitalisierung. Damit diese bei Haushalten und Unternehmen im Kreis Warendorf Einzug halten kann, ist es notwendig, zukunftsfähige Breitbandinfrastrukturen zu schaffen. Nur so bleiben Betriebe und Unternehmen wettbewerbsfähig.

Der Kreis Warendorf definiert gemeinsam mit den Städten und Gemeinden, in welchen Gebieten bei der Breitbandinfrastruktur Handlungsbedarf besteht, welche Maßnahmen ergriffen werden können, welche räumliche Ebene für den NGA-Ausbau zu nutzen ist und wie die Breitbandstrategie umgesetzt werden kann. Wir haben dazu im Auftrag des Kreises Warendorf zahlreiche Maßnahmen durchgeführt. Neben der Beantragung von Fördermitteln, der Initiierung von privatwirtschaftlichen Projekten und dem Infrastrukturkataster gehören dazu die Zusammenarbeit mit den Breitbandverantwortlichen der Kommunen und die Begleitung politischer Entscheidungsprozesse.

Bundesförderung Breitband

Die Anbindung an das schnelle Internet ist gerade im oft unterversorgten ländlichen Raum sowohl für Familien als auch für Schulen und Unternehmen ein wesentlicher Standortfaktor. Die schnellere Vernetzung wird weltweit zur Veränderung ganzer Wirtschaftszweige führen. Arbeitsplätze und Wohlstand hängen davon ab, ob der Anschluss an die „Datenautobahn“ gelingt. Er entscheidet letztlich über die Zukunftsfähigkeit insbesondere ländlicher Regionen.

Die Kreisverwaltung Warendorf hat sich daher in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung des Kreises Warendorf zum Ziel gesetzt, den ganzen Kreis mit gigabitfähiger Infrastruktur zu erschließen und sich so für die Zukunft zu wappnen. Aus diesem Grund hat der Kreis an den Förderprogrammen des Bundes und des Landes zum flächendeckenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur im Außenbereich des Nord- und Südkreises teilgenommen, entsprechende Förderanträge gestellt und bewilligt bekommen, um die Wirtschaftlichkeitslücken zu schließen.

Nach Erhalt der Bescheide konnte die Leistung für die Wettbewerber ausgeschrieben werden. Nach Bewertung durch die Kreisverwaltung und dem TÜV Rheinland konnte die Deutsche Glasfaser GmbH die höchste Punktzahl im Auswahlverfahren erzielen.

Die Deutsche Glasfaser GmbH rechnet mit einer Wirtschaftlichkeitslücke von insgesamt rd. 162 Mio. Euro. Mit dem Zuwendungsvertrag wird die Deutsche Glasfaser GmbH mit dem Ausbau der förderfähigen Kulisse beauftragt. Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass der Ausbau der ersten förderfähigen Anschlüsse im ersten oder zweiten Quartal 2020 erfolgen wird. Der kreisweite Ausbau des Außenbereichs wird den Zeitraum 2020-2023 umfassen.

Das Breitbandprojekt stellt das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Kreises Warendorf dar. Eine Fördersumme in dieser Größenordnung zu erhalten ist für den Kreis eine einmalige Gelegenheit. Durch die bereitgestellten Fördermittel können nun rund 13.500 Haushalte, 2.100 Gewerbebetriebe sowie 53 Schulen mit reiner Glasfaserinfrastruktur versorgt werden.

 

Zukünftige Förderverfahren

Der Kreis Warendorf wird über die laufenden Förderverfahren hinaus alle nötigen Anstrengungen unternehmen, damit das gesamte Kreisgebiet mit gigabit-fähiger Infrastruktur versorgt wird.

Zukünftig sollen auch Gewerbegebiete und Haushalte, die außerhalb der aktuellen Förderkulisse liegen, an das Hochleistungsnetz angeschlossen werden. So hat der Kreis Warendorf bereits für den Sonderaufruf Gewerbe- und Industriegebiete im Bundesprogramm Breitband ein dafür notwendiges Markterkundungsverfahren gestartet, um anschließend Anträge in diesem Förderverfahren stellen zu können und alle Gewerbegebiete mit Glasfaser auszubauen.

Der Bund hat zudem ein weiteres Förderprogramm für 2020 angekündigt, in dem es um die Versorgung der sog. „Grauen Flecken“ geht. Das sind Anschlüsse, die derzeit mit über 30 Mbit/s versorgt sind und von den aktuellen Programmen nicht berücksichtigt werden. Im Kreis Warendorf könnten davon nach vorläufigen Schätzungen weitere rund 15.000 Haushalte profitieren.

Zusammen mit den aktuellen Ausbauvorhaben in den Außenbereichen wäre der Kreis Warendorf dann in vollen Umfang mit gigabit-fähigen Telekommunikationsinfrastrukturen versorgt.

Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die Anstrengungen zum Ausbau des Mobilfunks. Der Kreis Warendorf ist Projektpartner an einer vom Land NRW geförderten münsterlandweiten Mobilfunkstudie, die das Ziel hat, nach einer fundierten Situationsanalyse Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Mobilfunkabdeckung aufzuzeigen. Weiterhin wird in den kommenden Jahren auch mit Fördermöglichkeiten des Bundes im zukünftigen 5G-Mobilfunkausbau gerechnet.

Privatwirtschaftliche Ausbauvorhaben außerhalb des Förderverfahrens

Im Kreis Warendorf gibt es laufende und geplante Erschließungsmaßnahmen von Telekommunikationsanbietern im Eigenausbau. Neben Ausbauvorhaben der Telekom Deutschland GmbH, der Innogy TelNet GmbH und der Unitymedia GmbH sind dieses insbesondere Infrastrukturmaßnahmen der Deutsche Glasfaser Holding GmbH, die in 20 Orten und Ortsteilen im Kreis Warendorf einen FTTH-Ausbau durchführt. Diese privatwirtschaftlichen Aktivitäten berühren die Förderkulisse der Bundesförderung Breitband nicht, da diese in den Gebieten der Kommunen und Ortsteile durchgeführt werden, die ohnehin bereits über 30 Mbit/s versorgt sind bzw. von TK-Unternehmen in der Markterkundung als Eigenausbau ohne Fördermittel genannt wurden. Die Deutsche Glasfaser Holding GmbH baut aktuell in den Kernbereichen der folgenden Kommunen und Ortsteilen aus bzw. führt Nachfragebündelungen durch:

Albersloh, Alverskirchen, Beelen, Brock, Drensteinfurt, Einen, Enniger, Ennigerloh, Everswinkel, Freckenhorst, Hoetmar, Milte, Müssingen, Ostbevern, Ostenfelde, Rinkerode, Vadrup, Walstedde, Westbevern, Westkirchen

Darüber hinaus wird der Ortsteil Vellern der Stadt Beckum durch eine Kooperation der Energieversorgung Beckum GmbH & Co. KG und der HeLi NET Telekommunikation GmbH & Co. KG mit Glasfaser erschlossen.

Ansprechpartner

Ralf Hübscher
Breitbandkoordinator des Kreises Warendorf
02581 5366-05
ralf.huebscher@kreis-warendorf.de

Petra Michalczak-Hülsmann
gfw-Geschäftsführerin
02521 8505-0
michalczak-huelsmann@gfw-waf.de