Finanzielle Förderungen

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen und Selbständige

Die dynamische Ausbreitung des Corona-Virus hat weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaftsstrukturen und Unternehmen auch im Kreis Warendorf. Nachfolgend finden Sie einen Überblick aktueller wesentlicher Unterstützungsangebote zur Sicherung der laufenden Liquidität von Unternehmen und Solo-Selbständigen.

NRW-Soforthilfe - Antragsverfahren seit 01.06.2020 beendet

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen Zuschusses für Unternehmen bis max. 50 Beschäftigte zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässen. Die Mittel müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Förderhöhe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate (ab Datum der Antragstellung):

  • • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
    • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
    • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Das Antragsverfahren der Sofort-Hilfe-Corona ist mit Ablauf des 31. Mai 2020 beendet worden.

 

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen:

Antragsformular:

Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der Agentur für Arbeit. Es wird bei unvermeidbarem, vorübergehendem Arbeitsausfall, der auf wirtschaftlichen Ursachen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht, in folgender Höhe gezahlt:

  • • 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns
    • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mindestens 1 Kind haben, bekommen 67 Prozent des ausgefallenen Nettolohns
    • Für die vom Arbeitgeber allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge (Beitrag für Arbeitgeber-und Arbeitnehmer-Anteil zur Kranken-, Renten-und Pflegeversicherung) kann der Arbeitgeber die volle Erstattung für die Zeit des Arbeitsausfalls beantragen.

Hinweis: Nach einer aktuellen Entscheidung der Regierungskoalition wird das Kurzarbeitergeld ab 01.05.2020 bis längstens 31.12.2020  für jene, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht.

Bitte halten Sie für weitere Informationen und zur Anmeldung der Kurzarbeit Rücksprache mit der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit.

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen:

Entschädigung für Personalkosten bei von Quarantäne betroffenen Beschäftigten sowie Verdienstausfällen von Selbständigen

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe entschädigt entsprechend des Infektionsschutzgesetzes bei Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch die zuständige Behörde angeordneten Quarantäne oder behördlich angeordneten Tätigkeitsverboten. Die Bundesregierung hat zusätzlich gesetzlich geregelt, dass Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe unter:

 

Weitere Informationen und Antragsformulare:

 

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen können sich unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialversicherungsbeiträge stunden lassen. Bitte wenden Sie sich hierzu direkt an die jeweilige Krankenkasse.

 

Steuerliche Maßnahmen

Die Finanzverwaltung NRW kommt betroffenen Unternehmen auf Antrag mit Steuerstundungen und der Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegen. Hierzu gehören im Wesentlichen:

  • • Zinslose Stundung der fälligen oder fällig werdenden Steuern (Einkommen- / Körperschaft- & Umsatzsteuer)
    • Absenkung der Steuervorauszahlungen bei Einkommen- / Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer (nachträgliche Herabsetzung ist bei vernünftiger Begründung möglich)
    • Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen einschließlich Erlass von Säumniszuschlägen

 

Eine gute Zusammenfassung der Möglichkeiten mit weiteren Erklärungen finden Sie unter:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html

Für die Abstimmung der für Sie sinnvollen Maßnahmen empfehlen wir eine Rücksprache mit Ihrem Steuerberater.

 

weitere Informationen und Antragsdokumente:

 

Beteiligungskapital für Unternehmen über den Mikromezzaninfonds Deutschland

Der Mikromezzaninfonds Deutschland kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten typische stille Beteiligungen eingehen. Dies bedeutet, dass dem Unternehmen Kapital zugeführt wird, welches die Eigenkapitalbasis des Unternehmens stärkt, ohne dass der Kapitalgeber Stimmrechte erhält oder sich in das Tagesgeschäft einmischt. Neben der Liquiditätsstärkung verbessert sich durch die verstärkte Eigenkapitalbasis das Rating und somit die Kreditwürdigkeit.
Das Programm richtet sich an:

  • • Kleine Unternehmen sowie Existenzgründer
    • Spezielle Zielgruppen sind Unternehmen, die ausbilden, die aus der Arbeitslosigkeit gegründet oder von Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden
    • Gewerblich orientierte Sozialunternehmen und umweltorientierte Unternehmen
    • Freiberufler, die nicht dem Standesrecht unterliegen

Für weitere Informationen und persönliche Beratung wurde die Mikromezzanin-Info-Line eingerichtet:
02131 5107-200

 

Weitere Informationen zu den Konditionen und Rahmenbedingungen:

 

Liquiditätsdarlehen der KfW und NRW.Bank

Durch einen Beschluss der Bundesregierung wurden die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit und den KfW Gründerkredit gelockert. Seiten KfW erfolgt nun eine höhere Risikoübernehme von bis zu 100% der Kreditsumme. Die NRW.Bank hat bei Ihrem Universalkredit die Risikoübernahme auf 80% erhöht. Die Chancen einer Kreditzusage seitens der Banken sind hierdurch erhöht.

Erster Ansprechpartner für die Beratung in Bezug auf Liquiditätsdarlehen sollte stets Ihre Hausbank sein. Seitens der gfw steht Ihnen für weitere Informationen Ihr Ansprechpartner Kai Janisch (janisch@gfw-waf.de, 02521 8505-15) zur Verfügung.

Weitere Informationen

Bürgschaften

Für Unternehmen, die aufgrund fehlender Sicherheiten keinen Kredit Ihrer Hausbank erhalten, besteht die Möglichkeit einer Besicherung von bis zu 90% der Kreditsumme (Obergrenze 2,5 Mio.€) über die Bürgschaftsbank NRW. Die Beantragung kann sowohl über die Hausbank als auch direkt bei der Bürgschaftsbank NRW erfolgen.

Für weitere Informationen sprechen Sie bitte direkt mit Ihrer Hausbank oder der Bürgschaftsbank NRW unter:

 

Weitere Informationen:

 

Förderung von Beratungsleistungen zur Umsetzung von Home-Office

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen und hier entsprechende IT-Beratung benötigen. Erstattet werden durch das Förderprogramm „go digital“ des BMWi bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung. Förderfähig sind die Beratungsleistungen, nicht aber die Anschaffungskosten für z.B. notwendige Hardware.

Gefördert werden rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro.

Zur Beantragung sind folgende Schritte notwendig:

  • 1. Kostenloses Erstgespräch mit einem vom BMWI autorisierten Beratungsunternehmen in Ihrer Region zur Abklärung der Förderfähigkeit des Vorhabens. Eine Übersicht aller für das Förderprogramm autorisierter Beratungsunternehmen finden Sie unter
    weiter zur Beratersuche von innovation-beratung-foerderung.de
  • 2. Abschluss eines Beratervertrags mit dem autorisierten Beratungsunternehmen
  • 3. Das autorisierte Beraterunternehmen übernimmt alle weiteren Schritte des Antragverfahrens und stellt den Förderantrag

 

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter:

 

Weitere Informationen zum Förderprogramm go digital:

 

Förderung von Beratungsleistungen für von Corona betroffene Unternehmen

In dem Programm „Förderung unternehmerischen „Know-Hows“ werden allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung sowie Beratungen zu speziellen Themen (z.B. Fachkräftegewinnung, Gleichstellung, Nachhaltigkeit etc.) gefördert.

Das Programm wurde um ein Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler ergänzt. Die betroffenen Unternehmen können für die Beratung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit einen Zuschuss in Höhe von 100%, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung) erhalten.

 

Weitere Informationen zum Förderprogramm:

 

Antragsformular: