Corona - Finanzielle Förderungen

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen und Selbständige

Die dynamische Ausbreitung des Corona-Virus hat weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaftsstrukturen und Unternehmen auch im Kreis Warendorf. Nachfolgend finden Sie einen Überblick aktueller wesentlicher Unterstützungsangebote zur Sicherung der laufenden Liquidität von Unternehmen und Solo-Selbständigen.

Neustarthilfe für Soloselbständige - Januar bis Juni 2021

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet.

Antragsberechtigt sind Soloselbständige aller Branchen, die

  • ihre selbstständige Tätigkeit als freiberuflich Tätige oder Gewerbetreibende im Haupterwerb ausüben,
  • weniger als eine Vollzeit-Angestellte oder einen Vollzeit-Angestellten beschäftigen,
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke erfasst sind,
  • keine Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend gemacht haben oder geltend machen und
  • ihre selbständige Geschäftstätigkeit vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen haben.

Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt. Eine Hilfe zur Berechnung des Referezumsatzes finden Sie  hier

Der sechsmonatige Förderzeitraum der Neustarthilfe (Januar bis Juni 2021) überschneidet sich nicht mit der zweiten Phase des Überbrückungshilfeprogramms (Leistungszeitraum September bis Dezember 2020) und mit der November- oder Dezemberhilfe (Leistungszeitraum November 2020 bzw. Dezember 2020). Die Neustarthilfe kann somit zusätzlich zu diesen Hilfen beantragt werden.

Die Neustarthilfe kann hingegen nicht beantragt werden, wenn Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wird und umgekehrt. Die Antragstellenden müssen sich entscheiden, ob sie die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen wollen.

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen

 

Corona-Überbrückungshilfe III - November 2020 bis Juni 2021

Die Überbrückungshilfe III umfasst die Fördermonate November 2020 bis Juni 2021.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige, und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen.

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden, gelten besondere Vorschriften. Unternehmen, die November- und/ oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt.

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen Euro (weitere Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben. Die beihilferechtlichen Grenzen, die derzeit bei 12 Millionen Euro (für alle staatlichen Förderprogramme wie z.B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, November-/ Dezemberhilfe) liegen, sind zu beachten. Dabei haben Unternehmen, die weniger als 2 Millionen Euro beantragen ein Wahlrecht zwischen Bezuschussung nach Bundesregelung Fixkosten, die die Vorlage einer Verlustrechnung bedingt, und der Bundesregelung Kleinbeihilfen. Weitere Infos dazu hier.

Erstattet werden:

  • bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch
    (Umsatzeinbruch jeweils im Vergleich zum Vergleichsmonat des Jahres 2019). Junge Unternehmen können andere Umsatzzahlen heranziehen

Der Antrag kann über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer stellen. Die Kosten werden bezuschusst.

Antragssteller erhalten eine Abschlagszahlung i.H.v. 50 Prozent der beantragten Förderung (maximal 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 800.000 Euro).

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen

 

Novemberhilfe / Dezemberhilfe

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe für die Monate November und Dezember 2020 bieten eine weitere zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Corona-Einschränkungen besonders betroffen sind. Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.

Antragsberechtigte

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (auch öffentliche und gemeinnützige), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen antragsberechtigt (mit Ausnahme der unten explizit genannten Ausschlusskriterien), deren wirtschaftliche Tätigkeit vom Corona-bedingten Lockdown im November und Dezember 2020 auf eine der folgenden Weisen betroffen ist:

  • Direkt Betroffene im November: Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der auf Grundlage des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hiervon nicht umfasst sind regionale Schließungen von Branchen und Einrichtungen, die nicht in diesem Beschluss genannt werden.
  • Direkt Betroffene im Dezember: Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der auf Grundlage des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb bereits im November einstellen mussten und auf Grundlage der Beschlüsse von Bund und Ländern vom 25. November 2020 und vom 2. Dezember 2020 auch im Dezember noch von diesen Schließungen betroffen waren. Hiervon nicht umfasst sind regionale Schließungen von Branchen oder Einrichtungen, die nicht in diesen Beschlüssen genannt werden, sowie Schließungen auf Grundlage späterer Beschlüsse (zum Beispiel der Bund-Länder Beschluss vom 13. Dezember 2020).
  • Indirekt Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  • Über Dritte Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Antragsteller müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie im November 2020 beziehungsweise im Dezember 2020 wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 bis 8 des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vergleichsumsatz erleiden (für den Dezember in Verbindung mit den Beschlüssen von Bund und Ländern vom 25. November 2020 und 2. Dezember 2020).

Förderhöhe:

Mit der November- und Dezemberhilfe werden Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes im November und Dezember 2019 gewährt, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen.

Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober beziehungsweise 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung bis einschließlich 31. Oktober 2020 gewählt werden.

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Wenn im November oder Dezember trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinaus gehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Für Restaurants wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 mit vollem Mehrwertsteuersatz begrenzt. Damit werden Umsätze im Außerhausverkauf mit reduziertem Mehrwertsteuersatz herausgerechnet. Im Gegenzug werden die Umsätze im Außerhausverkauf während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.

Die Antragsstellung erfolgt über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen:

Corona-Überbrückungshilfe II - September bis Dezember 2020

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

Die zweite Phase der Corona-Überbrückungshilfe kann für maximal vier Monate (September, Oktober, November und Dezember 2020) beantragt werden. Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr.

Die Überbrückungshilfe (2. Phase) erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Die Berechnung wird dabei jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe (2. Phase) für den jeweiligen Fördermonat.

Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat.

Antragsberechtigte:

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (mit Ausnahme der explizit unter den Ausschlusskriterien genannten Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl), Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb1 aller Branchen (inkl. landwirtschaftlicher Urproduktion) antragsberechtigt, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten2.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Unternehmen, die vor dem 1. April 2019 gegründet wurden und aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der vorgenannten Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.

Das Bundesprogramm der Überbrückungshilfe sieht vor, dass Kosten des privaten Lebensunterhalts, wie private Wohnkosten, Krankenversicherungsbeiträge sowie Beiträge zur privaten Altersvorsorge nicht abgedeckt werden.
Unternehmensinhabern, Freiberuflern und Solo-Selbstständigen soll hier durch die NRW Überbrückungshilfe Plus geholfen werden. Es handelt sich dabei um eine branchenübergreifende Wirtschaftsförderungsleistung (fiktiver Unternehmerlohn). Sie erhalten, sofern Sie die Antragsvoraussetzungen der Überbrückungshilfe des Bundes erfüllen, eine zusätzliche Förderung i. H. v. 1.000 Euro pro Monat aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Antragsstellung für die Überbrückungshilfe und für die Überbrückungshilfe Plus ist ausschließlich über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer möglich!

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen:

Corona-Überbrückungshilfe I - Juni bis August - Antragsverfahren seit 10.10.2020 beendet

Die Corona-Überbrückungshilfe kann für maximal drei Monate (Juni, Juli und August 2020) beantragt werden. Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate Juni, Juli, August 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten des Vorjahres. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

  • 80 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 50 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 40 Prozent und < 50 Prozent

Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat.

Grundsätzlich antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb, bei denen der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten eingebrochen ist.  Unternehmen, die aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im April und Mai 2019 weniger als 5 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, können von der vorgenannten Bedingung des sechzigprozentigen Umsatzrückgangs freigestellt werden.

Das Bundesprogramm der Überbrückungshilfe sieht vor, dass Kosten des privaten Lebensunterhalts, wie private Wohnkosten, Krankenversicherungsbeiträge sowie Beiträge zur privaten Altersvorsorge nicht abgedeckt werden.
Unternehmensinhabern, Freiberuflern und Solo-Selbstständigen soll hier durch die NRW Überbrückungshilfe Plus geholfen werden. Es handelt sich dabei um eine branchenübergreifende Wirtschaftsförderungsleistung (fiktiver Unternehmerlohn). Sie erhalten, sofern Sie die Antragsvoraussetzungen der Überbrückungshilfe des Bundes erfüllen, eine zusätzliche Förderung i. H. v. 1.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate im Zeitraum Juni bis August 2020 (maximal 3.000 Euro) aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Antragsstellung für die Überbrückungshilfe und für die Überbrückungshilfe Plus ist ausschließlich über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer möglich!

 

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen:

 

Corona-Soforthilfe - Antragsverfahren seit 01.06.2020 beendet

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen Zuschusses für Unternehmen bis max. 50 Beschäftigte zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässen. Die Mittel müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Förderhöhe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate (ab Datum der Antragstellung):

  • • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
    • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
    • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Das Antragsverfahren der Sofort-Hilfe-Corona ist mit Ablauf des 31. Mai 2020 beendet worden.

 

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen:

Antragsformular:

Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der Agentur für Arbeit. Es wird bei unvermeidbarem, vorübergehendem Arbeitsausfall, der auf wirtschaftlichen Ursachen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht, in folgender Höhe gezahlt:

  • • 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns
    • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mindestens 1 Kind haben, bekommen 67 Prozent des ausgefallenen Nettolohns
    • Für die vom Arbeitgeber allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge (Beitrag für Arbeitgeber-und Arbeitnehmer-Anteil zur Kranken-, Renten-und Pflegeversicherung) kann der Arbeitgeber die volle Erstattung für die Zeit des Arbeitsausfalls beantragen.

Hinweis: Nach einer aktuellen Entscheidung der Regierungskoalition wird das Kurzarbeitergeld ab 01.05.2020 bis längstens 31.12.2020  für jene, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat auf 80 Prozent (bzw. 87 Prozent) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht.

Bitte halten Sie für weitere Informationen und zur Anmeldung der Kurzarbeit Rücksprache mit der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit.

Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen:

Entschädigung für Personalkosten bei von Quarantäne betroffenen Beschäftigten sowie Verdienstausfällen von Selbständigen

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe entschädigt entsprechend des Infektionsschutzgesetzes bei Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch die zuständige Behörde angeordneten Quarantäne oder behördlich angeordneten Tätigkeitsverboten. Die Bundesregierung hat zusätzlich gesetzlich geregelt, dass Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe unter:

 

Weitere Informationen und Antragsformulare:

 

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen können sich unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialversicherungsbeiträge stunden lassen. Bitte wenden Sie sich hierzu direkt an die jeweilige Krankenkasse.

 

Steuerliche Maßnahmen

Die Finanzverwaltung NRW kommt betroffenen Unternehmen auf Antrag mit Steuerstundungen und der Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegen. Hierzu gehören im Wesentlichen:

  • • Zinslose Stundung der fälligen oder fällig werdenden Steuern (Einkommen- / Körperschaft- & Umsatzsteuer)
    • Absenkung der Steuervorauszahlungen bei Einkommen- / Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer (nachträgliche Herabsetzung ist bei vernünftiger Begründung möglich)
    • Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen einschließlich Erlass von Säumniszuschlägen

 

Eine gute Zusammenfassung der Möglichkeiten mit weiteren Erklärungen finden Sie unter:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html

Für die Abstimmung der für Sie sinnvollen Maßnahmen empfehlen wir eine Rücksprache mit Ihrem Steuerberater.

 

weitere Informationen und Antragsdokumente:

 

Beteiligungskapital für Unternehmen über den Mikromezzaninfonds Deutschland

Der Mikromezzaninfonds Deutschland kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten typische stille Beteiligungen eingehen. Dies bedeutet, dass dem Unternehmen Kapital zugeführt wird, welches die Eigenkapitalbasis des Unternehmens stärkt, ohne dass der Kapitalgeber Stimmrechte erhält oder sich in das Tagesgeschäft einmischt. Neben der Liquiditätsstärkung verbessert sich durch die verstärkte Eigenkapitalbasis das Rating und somit die Kreditwürdigkeit.
Das Programm richtet sich an:

  • • Kleine Unternehmen sowie Existenzgründer
    • Spezielle Zielgruppen sind Unternehmen, die ausbilden, die aus der Arbeitslosigkeit gegründet oder von Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden
    • Gewerblich orientierte Sozialunternehmen und umweltorientierte Unternehmen
    • Freiberufler, die nicht dem Standesrecht unterliegen

Für weitere Informationen und persönliche Beratung wurde die Mikromezzanin-Info-Line eingerichtet:
02131 5107-200

 

Weitere Informationen zu den Konditionen und Rahmenbedingungen:

 

Liquiditätsdarlehen der KfW und NRW.Bank

Durch einen Beschluss der Bundesregierung wurden die Bedingungen für den KfW-Unternehmerkredit und den KfW Gründerkredit gelockert. Seiten KfW erfolgt nun eine höhere Risikoübernehme von bis zu 100% der Kreditsumme. Die NRW.Bank hat bei Ihrem Universalkredit die Risikoübernahme auf 80% erhöht. Die Chancen einer Kreditzusage seitens der Banken sind hierdurch erhöht.

Erster Ansprechpartner für die Beratung in Bezug auf Liquiditätsdarlehen sollte stets Ihre Hausbank sein. Seitens der gfw steht Ihnen für weitere Informationen Ihr Ansprechpartner Kai Janisch (janisch@gfw-waf.de, 02521 8505-15) zur Verfügung.

Weitere Informationen

Bürgschaften

Für Unternehmen, die aufgrund fehlender Sicherheiten keinen Kredit Ihrer Hausbank erhalten, besteht die Möglichkeit einer Besicherung von bis zu 90% der Kreditsumme (Obergrenze 2,5 Mio.€) über die Bürgschaftsbank NRW. Die Beantragung kann sowohl über die Hausbank als auch direkt bei der Bürgschaftsbank NRW erfolgen.

Für weitere Informationen sprechen Sie bitte direkt mit Ihrer Hausbank oder der Bürgschaftsbank NRW unter:

 

Weitere Informationen:

 

Förderung von Beratungsleistungen zur Umsetzung von Home-Office

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen und hier entsprechende IT-Beratung benötigen. Erstattet werden durch das Förderprogramm „go digital“ des BMWi bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung. Förderfähig sind die Beratungsleistungen, nicht aber die Anschaffungskosten für z.B. notwendige Hardware.

Gefördert werden rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro.

Zur Beantragung sind folgende Schritte notwendig:

  • 1. Kostenloses Erstgespräch mit einem vom BMWI autorisierten Beratungsunternehmen in Ihrer Region zur Abklärung der Förderfähigkeit des Vorhabens. Eine Übersicht aller für das Förderprogramm autorisierter Beratungsunternehmen finden Sie unter
    weiter zur Beratersuche von innovation-beratung-foerderung.de
  • 2. Abschluss eines Beratervertrags mit dem autorisierten Beratungsunternehmen
  • 3. Das autorisierte Beraterunternehmen übernimmt alle weiteren Schritte des Antragverfahrens und stellt den Förderantrag

 

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter:

 

Weitere Informationen zum Förderprogramm go digital:

 

Corona-Sonderprogramm MID-Plus zur Umstellung von Dienstleistungen auf Online-Formate

Das Programm fördert die erstmalige Umstellung von bisher physisch stattfindenden Dienstleistungen (Beratungs- und Kursangebote) auf digitale Instrumente sowie die Neuentwicklung entsprechender digitaler Angebote für Kunden.

Hierunter fallen beispielsweise Beratungsangebote  wie Produktschulungen, Prozess-Trainings, Patientenaufklärung, Reklamationsabwicklung, aber auch Weiterbildungsseminare oder Sportkurse – die nun erstmalig ins Digitale überführt werden.

Dabei können ausschließlich Umsetzungstätigkeiten des Auftragnehmers im Back-End  gefördert werden. Nicht förderfähig sind hingegen Software-Entwicklungen im Front-End. 

 

Weitere Informationen zum Förderprogramm: